Newsletter „Energie&Sparen“, Mai 2010
Themen in diesem Newsletter:
- Zahlen Sie zuviel für heiße Luft?
- Kesseltauschbonus wird verlängert
- Energie&Sparen-Ticker
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Zahlen Sie zuviel für heiße Luft?
Arktische Polarluft und reichlich Schnee in den vergangenen Monaten freute vor allem die Wintersportler. Eine späte Folge des Winters kommt erst jetzt: Mietern flattert im Frühjahr die Heizkostennachzahlung in den Briefkasten und viele Hausbesitzer wundern sich über den Energieverbrauch der eigenen vier Wände. Grund ist jedoch nicht alleine die Winterkälte, sondern Uraltheizungen, die in vielen Bestandsgebäuden noch arbeiten.
Alte Heizkessel verbrauchen sehr viel mehr Energie als moderne Anlagen – das können bis zu 30 Prozent sein. Denn die Oldies schicken wertvolle Wärme meist dahin, wo sie nicht benötigt wird: zum Beispiel an die Umgebungsluft im Heizkeller und durch den Schornstein. Das Ergebnis ist viel heiße Luft, steigende Kosten, hoher CO2-Ausstoß – und letztendlich wenig Nutzen für den Verbraucher.
Im Vergleich zu einem Heizkessel aus den 80ern kommt ein Erdgas-Brennwertgerät bei idealen Bedingungen auf Wirkungsgrade von bis zu 98 Prozent. Das bedeutet: Nahezu die gesamte Energie im Erdgas wird in Wärme umgewandelt.
Quelle: Erdgas Südbayern
Kesseltauschbonus nutzen
Ein Heizungstausch lohnt also schon nach wenigen Jahren. „Verbraucher, die jetzt eine überfällige Sanierung in Angriff nehmen, fangen sofort an zu sparen. Schließlich laufen die Heizkessel auch im Sommer zur Warmwasserbereitung“, erklärt Conny Reichelt, Heizungsexperte des Energieversorgers Erdgas Südbayern (ESB). Nach Aussage der Energieagentur NRW ist jedoch noch jeder fünfte Heizkessel in deutschen Kellern heute schon älter als zwanzig Jahre. „Doch bis zum endgültigen Heizungs-Aus zu warten, rechnet sich nicht. Die Bundesregierung hat nämlich den Kesseltauschbonus noch einmal bis Ende 2010 verlängert“, so Reichelt weiter. Eine Pflicht zum Tauschen gibt es laut Gesetzgeber jedoch nur dann, wenn das Haus seinen Besitzer wechselt und ist die Heizung älter als 1978 ist.
Heizungstausch durch Energieausweis
Auch Verbraucher ohne eigenes Haus können etwas für einen niedrigen Energieverbrauch tun: Sie sollten vor Vertragsunterzeichnung den Verkäufer oder Vermieter nach dem Energieausweis der Immobilie fragen. Dieser ist inzwischen für die meisten Gebäude Pflicht und muss auf Anfrage vorgelegt werden. Auch Laien können damit erkennen, wie es um den Energieverbrauch bei Heizung und Warmwasser steht – und wie die Warmmiete tatsächlich ausfallen wird. Liegen die Werte auf der farbigen Skala im „grünen Bereich“, sind die Verbrauchskosten für die Heizung niedrig. Liegen sie hingegen im roten Bereich sind hohe Zusatzkosten wahrscheinlich. Für viele Vermieter ist das Interesse der Mieter ein weiterer Anstoß sich mit der energetischen Sanierung zu befassen. Schließlich wird das Objekt dadurch attraktiver für neue Mieter. Fragen lohnt sich also.
Tauschen, Bonus kassieren und Sparen
Ende 2009 kurz eingestellt, wurde er im Frühjahr befristet und mit reduzierten Konditionen wieder neu aufgelegt: der sogenannte Kesseltauschbonus der Bundesregierung. Verbraucher, die schnell sind und ihre alte Heizungsanlage tauschen wollen, profitieren dennoch in diesem Jahr noch von einigen tausend Euro an Fördermitteln. Der Energieversorger Erdgas Südbayern (ESB) sagt, was zu beachten ist.
Fast 50.000 Förderanträge für neue Brennwertkessel und andere Technologien wurden vergangenes Jahr im Rahmen des Marktanreizprogramms zur Förderung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt gestellt. Ein voller Erfolg für die Verbraucher, jedoch zuviel für die klamme Bundesregierung, die einen kurzfristigen Förderstopp verhängt hatte. Jetzt fließen die Gelder wieder, um den Einsatz sparsamer Heizungsanlagen bei Hausbesitzern anzuschieben. „Gefördert wird zum Beispiel ein neuer Erdgas-Brennwertkessel mit Solarkollektoren zur kombinierten Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung. Für Anlagen ohne Heizungsunterstützung gibt es künftig kein Geld mehr“, erläutert ESB-Fördermittelexpertin Linda Madir.
Nachgerechnet: Was bringt die Förderung noch
Was die Förderung noch bringt, erklären wir am Beispiel von Familie Müller, die ihren Heizungskeller energetisch modernisieren möchte. Familie Müller beauftragt noch in diesem Frühjahr das SHK-Unternehmen Warm&Kalt mit der Installation einer neuen Erdgas-Brennwertheizung, sparsamer Umwälzpumpen und einer thermischen Solaranlage (12 m2) mit Heizungsunterstützung. Innerhalb von drei Monaten nach Einbau reicht sie die Anträge im Internet bei der BAFA (www.bafa.de) ein und bekommt einige der Ausgaben erstattet.
Insgesamt 1.910 Euro erhält Familie Müller in unserer Beispielrechnung: 400 Euro gibt es für den Kesseltausch, 1.260 Euro für die neue Solaranlage. 50 Euro für die effiziente Kollektorpumpe und – weil alles vor dem 30. Juni fertig installiert war – noch 200 Euro für eine hocheffiziente Heizungsumwälzpumpe.
Quelle: Viessmann
Da die neue Heizung auch noch rund ein Drittel weniger Energie benötigt, war die Investition langfristig gut angelegt. Ab dem 1. Juli 2010 gilt jedoch: Die Kombination Solarkollektoranlage plus Erdgas-Brennwertkessel wird nur dann gewährt, wenn auch gleich ein hydraulischer Abgleich der Heizungsanlage vorgenommen wird.
+++ Energie&Sparen-Ticker +++
Auf der Suche nach zertifizierten SHK-Installateuren?
Die Netzbetreiber von Strom-, Wasser- und Gasnetzen verlangen von Handwerksunternehmen, die Anschlussarbeiten an den Versorgungsnetzen vornehmen wollen, die Eintragung in ein Installateurverzeichnis. Den Eintrag erhalten nur Unternehmen, die strenge Richtlinien einhalten und spezielle Zusatzqualifikationen besitzen. Auch private Verbraucher können auf diese Datenbank zugreifen, um ein geeignetes Installationsunternehmen in ihrer Nähe zu finden, so der Münchner Energieversorger Erdgas Südbayern (ESB). Im Grundversorgungsgebiet der ESB im Raum Ober- und Niederbayern steht die Abfrage unter www.energienetze-bayern.de/netzanschluss/vertragsinstallateure.html kostenlos zur Verfügung. Bundesweit gibt es die Datenbank jeweils beim zuständigen Netzbetreiber.
Wissenschaftsjahr2010: Der Kraft-Wärme Kopplung auf der Spur
Einrichtungen aus Wissenschaft und Wirtschaft laden während des Wissenschaftsjahrs 2010 dazu ein, Energieforschung in Deutschland hautnah zu erleben. Bei Veranstaltungen und Vorträgen wird über neue Lösungen und Konzepte mit Forschern und Experten aus der Praxis diskutiert. Auch der Energieversorger Erdgas Südbayern ist ein Partner des Wissenschaftsjahres, das jährlich vom Bundesministerium für Bildung und Forschung auf die Beine gestellt wird. Bei der ESB können interessierte Schüler und Verbraucher etwa an mehreren Standorten in Ober- und Niederbayern die Funktionsweise der Kraft-Wärme-Kopplung in der Praxis erleben. Zusammen mit der Technischen Universität wird an unterschiedlichen Anlagen über den Einsatzbereich kleiner Blockheizkraftwerke mit Otto- und Stirlingmotor geforscht. Mehr Informationen dazu gibt es unter www.zukunft-der-energie.de oder www.esb.de/technologien.
ESB-INFO: Die Erdgas Südbayern GmbH ist einer der ersten Energiedienstleister, der sich komplett klimaneutral gestellt hat und CO2-neutrales Erdgas anbietet. Über 300 Mitarbeiter betreuen in Ober- und Niederbayern mehr als 200.000 Haushalte, 250 Kommunen, zahlreiche Industriebetriebe und 21 kommunale Stadtwerke. Dafür stehen insgesamt 8.300 Kilometer Leitungsnetz zur Verfügung. Neben der klassischen Erdgasversorgung bietet ESB effiziente Contractinglösungen - auch mit regenerativen Energien. Darüber hinaus fördert das Unternehmen die Entwicklung umweltschonender Techniken.
Ihre Ansprechpartnerin

Mareike Lehnhardt
Unternehmens-
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Telefon: 089/68003-544
mareike.lehnhardt@esb.de









