Wer sich in das Thema Energieeffizienz im Haushalt und bei Gebäuden einarbeiten will, sieht sich in einem Dickicht aus Abkürzungen und Fachbegriffen. Wir bringen Licht ins Dunkel.


Abgasverlust

Der Abgasverlust zeigt an, wie viel Wärmeenergie mit den Abgasen durch die Abgasanlage entweicht.

Außenwandluftdurchlass (ALD)

Öffnung in der Außenwand oder im Fenster, die den Luftwechsel unterstützt.

Blockheizkraftwerk (BHKW)

Modular aufgebautes Gerät, das die Funktion einer Heizung und eines Stromerzeugers verbindet.

Blower-Door-Test (Luftdichtigkeitstest)

Methode zur Untersuchung der Luftdichtigkeit eines Gebäudes.

Brennwertkessel

Heizkessel mit besonders hohem Nutzungsgrad. Nutzt zusätzlich die im Abgas und Wasserdampf enthaltene Wärme.

Bundes-Immissionsschutzverordnung (1. BImSchV)

Verordnung, in der unter § 11 die Grenzwerte für Abgasverluste festgelegt sind.

CE-Zeichen

Kennzeichnung von Produkten, die nach europäischen Herstellungsnormen produziert wurden.

CO2-Emission

Ausstoß von Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre.

Energieausweis

Dokument, das die energetische Qualität eines Gebäudes dokumentiert.

Energieeinsparverordnung (EnEV)

Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz und energiesparende Anlagentechnik bei Gebäuden.

Jahresnutzungsgrad

Der Jahresnutzungsgrad bezeichnet das Verhältnis der gewonnenen Heizwärme zu der eingesetzten Brennstoffmenge innerhalb eines Jahres.

Kollektor

Bauelement in Solaranlagen zur Wärmegewinnung aus der Sonnenstrahlung.

Konstanttemperaturkessel (Standardheizkessel)

Heizkessel veralteter Bauart mit hohen Abstrahlverlusten und niedrigem Jahresnutzungsgrad. Er muss mit einer konstanten Kesselwassertemperatur von mindestens 70 °C betrieben werden.

Kraft-Wärme-Kopplung

Gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme zum Beispiel in Blockheizkraftwerken.

Luftdichtigkeitstest

Siehe Blower-Door-Test.

Luftwechsel

Maß für den Austausch von verbrauchter Raumluft gegen frische Außenluft.

Niedertemperaturkessel

Heizkessel moderner Bauart mit niedrigen Abgasverlusten und hohem Nutzungsgrad. Die Kesselwassertemperatur wird in Abhängigkeit von der sich ändernden Außentemperatur gesteuert.

Primärenergiebedarf

Größe, die die energetische Effizienz eines Hauses bewertet. Sie setzt sich zusammen aus dem eigentlichen Energiebedarf aus einem Energieträger zuzüglich der Energiemenge, die durch Prozessketten außerhalb des Systems zur Gewinnung, Umwandlung und Verteilung dieses Energieträgers benötigt wird.

Regenerative Energien

Auch erneuerbare Energien genannt, stammen aus Quellen, die dauerhaft zur Verfügung stehen, wie Sonnen- oder Windenergie, Wasserkraft, Biomasse, Erdwärme etc.

Solaranlage

Allgemeine und etwas ungenaue Bezeichnung einer Anlage zur Gewinnung von Strom oder Wärme aus Sonnenstrahlung.

Solarthermie

Nutzung der Sonnenenergie für Heizung oder Warmwasserbereitung.

Standardheizkessel

Siehe Konstanttemperaturkessel.

Thermostatventil

Heizkörperventil, das die Durchflussmenge des Heizungswassers steuert und so die Raumtemperatur selbsttätig regelt.

Überströmluftdurchlass

Öffnung in Zimmertüren oder Raumwänden, die die Luft in den Innenräumen weiterleitet.

U-Wert

Frühere Bezeichnung k-Wert. Bezeichnung für den Wärmedurchgangskoeffizienten. Übliches Maß für die Wärmedämmeigenschaft von Bauteilen.

Wärmepumpe

Gerät zur Wärmeerzeugung, das die Umweltwärme für die Gebäudebeheizung nutzbar macht.

Wärmerückgewinnung

Nutzung von Abwärme, zum Beispiel aus Abgas und Abluft.

Zirkulationsleitung

Rohrleitung, in der das Warmwasser umgewälzt wird, damit es an der Zapfstelle sofort warm zur Verfügung steht. Spart Wasser, verbraucht aber relativ viel Energie.


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