Das gab den Anstoß für die Gründung der Dettendorfer Energy, einem Zusammenschluss mit der Energie Südbayern. Ziel ist es, Ladeinfrastruktur für elektrische LKW aufzubauen. Der erste Kontakt kam über ein anderes Thema zustande: Den Einsatz von Wasserstoff in Verkehr und Logistik. „Wasserstoff wird ein Energieträger der Zukunft sein“, ist Dettendorfer überzeugt. Aber auf kürzere Sicht lag der E-LKW näher. „Wir haben in der Vergangenheit immer gezeigt, dass wir neuen alternativen Energien offen gegenüberstehen. Und die Zukunft geht in Richtung E-LKW.“ Daraufhin hat sich die ESB gemeldet, mit dem Vorschlag, Know-how zu bündeln. „ESB hat die Kompetenz für Entwicklung, Engineering, Stromein- und -verkauf und Dettendorfer kann LKW, kann Autohöfe, kennt die Speditionswelt. Dann haben wir das Ganze zusammengeschmissen und eine schöne Firma daraus gebildet“, erinnert sich Dettendorfer.
Was die Partnerschaft aus seiner Sicht auszeichnet? „Die ESB denkt genau wie wir mittelständisch und darum passen wir als Firmen wirklich gut zusammen.“ Die Abstimmung von den Erstgesprächen über die Firmengründung bis hin zur Projektausgestaltung, beschreibt er stets als positiv und konstruktiv. Eben genau so, wie man sich eine Zusammenarbeit vorstellt.
Der Bedarf an Infrastruktur für strombetriebene LKW ist groß. Die Fahrzeuge erreichen heute rund 400 Kilometer Reichweite, umso wichtiger ist, dass das Aufladen während der gesetzlich geregelten Pausen möglich ist. „Die bestehende Infrastruktur ist zu klein und fast ausschließlich auf Pkw ausgerichtet“, so Dettendorfer. Dass LKW-Fahrer absatteln und rangieren müssten, hält er für unpraktikabel. „Das ist in unserem Gewerbe unmöglich. Wir haben Kunden, wir haben Zeitdruck.“
Mit Projekten wie dem Ladepark in Raubling packt Dettendorfer Energy die Elektrifizierung im Schwerlasttransport konkret an. „Wir sind die erste Station zwischen München und Innsbruck, die diese Möglichkeiten für den Güterverkehr bietet.“ Für Dettendorfer ist das ein sichtbarer Beitrag zur regionalen Entwicklung und ein Zeichen, dass der Mittelstand die Energiewende aktiv mitgestaltet. Was soll bleiben, wenn Menschen den Namen Dettendorfer hören? „Wenn sie unsere LKW auf der Straße sehen, ist das ein Gruß aus der Heimat. Und das Zweite: wir sind innovativ unterwegs.“