Der Umstieg aufs elektrische Carsharing hatte für Wachinger klare Gründe. „Wir wollten aus Klimagründen kein eigenes Auto mehr“, sagt sie. „Als Biologin ist es mir wichtig, dass man den Klimawandel im Auge hat und deswegen auf erneuerbare Energien umsteigt.“ Doch auch der finanzielle Aspekt spielt eine Rolle. Reparaturen und Wartung, Versicherungen oder ganz banal der Reifenwechsel – all das entfällt. „Man muss sich einfach um nichts kümmern.“
Etwa einmal pro Woche nutzt sie das Angebot, manchmal häufiger. „Als Alternative zum Fahrrad, zum Busfahren und natürlich zum eigenen Auto, das wir nicht haben.“ Die zwanzig Minuten Fußweg nimmt sie gern in Kauf: „Oft ist man trotzdem schneller unterwegs.“
Noch ist es eher ungewöhnlich, das eigene Auto abzuschaffen und ganz auf E-Carsharing umzusteigen. Vor allem abseits der großen Metropolen mit gut ausgebautem Nahverkehr. Ihr Umfeld reagiert entsprechend positiv, aber überrascht. Viele seien erstaunt, dass das Konzept auf dem Land funktioniere. „Man hört oft: ‚Ohne Auto geht’s doch gar nicht!‘“, erzählt sie schmunzelnd. Doch Wachinger leistet echte Überzeugungsarbeit. Beispielsweise bei einem älteren Ehepaar im Ort, das kein Auto mehr besitzt. Wenn die Kinder dann mit dem Zug anreisen, nutzen sie das E-Carsharing vor Ort für gemeinsame Ausflüge.
Dass ein regionaler Energieversorger wie die ESB solche Angebote bereitstellt, findet sie wichtig. „Gerade auf dem Land braucht es Unterstützung, um solche Programme anzuschieben.“ Für Wachinger steht fest: Mobilität auf dem Land muss neu gedacht werden und das E-Carsharing ist dafür ein guter Anfang. Auch außerhalb der Städte flexibel und nachhaltig unterwegs sein zu können „ist eine wichtige Errungenschaft“, sagt sie lächelnd.