Burghausen – diese Stadt hat viel zu bieten
Burghausen ist voller Gegensätze: Die mittelalterliche Burg hoch über den Dächern der Stadt erinnert an längst vergangene Zeiten. Die moderne und nachhaltige Energieversorgung ist Garant für Wohlstand und Wohlbefinden in Gegenwart und Zukunft.
EBG baut auf regionale Energieversorgung.
Vor knapp 30 Jahren haben die Stadt Burghausen und Energie Südbayern die Energieversorgung Burghausen GmbH (EBG) gegründet. Kernziel ist die Versorgung der Stadt und des Umlands mit Energie. Denn Burghausen ist nicht nur kulturelles und historisches Zentrum der Region, sondern darüber hinaus auch Südostbayerns erfolgreichster Wirtschafts- und Industriestandort.
Fragen an den Ersten Bürgermeister von Burghausen, Florian Schneider:
ESB: Der ursprüngliche Geschäftszweck der Beteiligung wurde 2022 erweitert – die EBG entwickelte sich vom reinen Wärmeversorger hin zum umfassenden Energieversorger. Welche Beweggründe gab es für die Stadt Burghausen, ihr lokales Engagement im Bereich Versorgung auszuweiten?
Florian Schneider: Es passt wunderbar zum Nachhaltigkeitskonzept, dass die Stadt nicht nur Anbieter von Wasser und Wärme ist, sondern auch von Strom. Die E-Ladeinfrastruktur rundet das Energiepaket perfekt ab.
ESB: Die Erzeugung von Strom erfolgt schon seit vielen Jahren über mehrere BHKW. Mittlerweile ergänzen Fotovoltaikanlagen im Stadtgebiet die Stromproduktion aus erneuerbaren Energien. Wie wichtig ist Ihnen die lokale Stromerzeugung?
Florian Schneider: Ganz wichtig. Erneuerbare Energie in ausreichender Menge zur Verfügung zu haben muss eines der Ziele in Deutschland für die nächsten Jahre sein. Und wir leisten unseren Beitrag hin zur Klimaneutralität und zu einer nachhaltigeren Stadt. Nur so können wir die Energiewende bewerkstelligen. Unsere Aufgabe als Stadt ist es, eben gerade vor Ort die Möglichkeiten dafür zu schaffen und nicht irgendwo Geld zu investieren. Neben unseren hocheffizienten BHKW sind in Burghausen inzwischen eine PV-Dachanlage auf dem Bauhof, welche überwiegend den Eigenverbrauch deckt, und unsere erste Fotovoltaik-Freiflächenanlage Hieringer Feld in Betrieb – allein diese erzeugt pro Jahr 4.200 Megawattstunden grünen Strom. Ein erfolgreicher Start, der uns motiviert, künftig die PV-Stromerzeugung noch weiter auszubauen. In Planung ist bereits jetzt eine PV-Dachanlage auf der Hans-Kammerer-Schule, zusätzlich untersuchen wir alle kommunalen Dachflächen auf Eignung und werden hier sowie auch bei den Freiflächen in den nächsten Jahren weitere Sonnenstromprojekte umsetzen.


