Die schönsten Radtouren in Oberbayern

 

Für Sportliche

Bergauf und bergab durch das Eschenlainetal

Die Region um Garmisch ist ein echtes Eldorado für Mountainbikefans. Eine besonders schöne, aber anspruchsvolle Tour für geübte Biker ist eine Rundtour mit Start und Ziel in Eschenlohe.

Von dort aus fährt man durch das Eschenlainetal, wo nach etwa sechs Kilometern mit dem dortigen Wasserfall schon ein erstes landschaftliches Highlight wartet. Der Weg führt vorbei am Walchensee und Einsiedl und belohnt immer wieder mit tollen Aussichten.

Nach etwas über 30 Kilometern und einem fordernden Anstieg erreicht man auf 1.262 Meter Höhe die Esterbergalm. Auf der großen Sommerterrasse oder in den beiden Gaststuben kann man sich von den bisherigen Strapazen erholen, Kraft tanken und die Bremsen kühlen lassen, bevor es auf die Abfahrt geht. Gegen Ende beginnt der gemütlichste Teil der Tour entlang der Loisach mit Blick aufs Wettersteingebirge.

Gute fünf Stunden sollte man für die etwa 55 Kilometer lange Rundtour einplanen. Erforderlich ist eine gute Kondition und sichere Fahrtechnik, denn es geht über 1.100 Höhenmeter hinauf und wieder hinunter.

 

Mit dem Rennrad um den Walchensee

Wer lieber flott mit dem Rennrad auf Asphaltstraßen unterwegs ist statt über Stock und Stein, findet eine tolle Rundtour entlang des nordwestlichen und südlichen Ufers des Walchensees. Die Strecke verläuft von Kochel über Jachenau, Lenggries, Tölz, Bad Heilbrunn und Benediktbeuren und zurück nach Kochel. Start und Ziel kann aber natürlich auch jeder andere Ort entlang der Runde sein.

Das türkisblaue Wasser des Walchensees, der Blick auf das Karwendelgebirge – wo auch immer man die Tour beginnt, die gesamte Strecke ist ein landschaftlicher Traum. Das gesamte Gemeindegebiet von Jachenau präsentiert sich wie Bayern aus dem Bilderbuch. Am Wochenende ist man auf manchen Streckenabschnitten alles andere als allein unterwegs, beispielsweise auf der Kesselbergstraße von Kochel hinauf zum Walchensee. Manch andere Straßen sind dafür wenig befahren und bereiten große Freude.

Auch wenn die Strecke keine allzu anspruchsvollen Steigungen bereithält, ist eine gute Grundkondition erforderlich. Für die fast 80 Kilometer benötigt man etwa dreieinhalb Stunden, während denen 720 Höhenmeter überwunden werden müssen.

 

 

Für Ausflugsradler

Rundtour durch das Murnauer Moos

Die Moorlandschaft Murnauer Moos, südlich von Murnau, ist in seiner Größe, Ursprünglichkeit und auch mit seiner Tier- und Pflanzenwelt einzigartig in Mitteleuropa. Eine Radtour durch diese Landschaft ist gerade für Familien und Naturliebhaber zu empfehlen. Hier gibt es keine steilen Anstiege, dafür gut befahrbare, asphaltierte Wege und teilweise Schotterwege.

Das Kultur- und Tagungszentrum direkt in Murnau ist ein guter Ausgangspunkt für die Rundtour. Über die Schlossergasse und den Untermarkt gelangt man zur Bundesstraße 2, der Olympiastraße, der man auf einem parallel verlaufenden Radweg Richtung Süden nach Hechendorf folgt. Von hier radelt es sich entspannt entlang der Loisach nach Eschenlohe.

Schon auf dem ersten Streckenabschnitt zeigt sich, was diese Tour so besonders macht: Mit jedem zurückgelegten Kilometer wird der Blick auf die Berge des Estergebirges und auf das Wettersteinmassiv mit der Zugspitze beeindruckender. Von Eschenlohe geht es auf einer Teerstraße weiter nach Grafenaschau. Links ziehen Bauernhöfe und die Gipfel des Ettaler Manndl, des Aufacker und des Hörnle vorbei, rechts bieten sich wunderbare Ausblicke auf weite, sumpfige Wiesen.

Wer die Tour nicht in einem Rutsch abfahren möchte, kann sich in Grafenaschau bei einer Brotzeit oder Kaffee und Kuchen stärken, Gelegenheiten dafür gibt es in jedem Fall. Auf dem Rückweg von dort nach Murnau folgt man etwa zehn Kilometer dem gewundenen Lauf des Lindenbachs und später der Ramsach.

So „erradelt“ man sich etwa 30 Kilometer in zwei bis zweieinhalb Stunden, je nachdem, wie lange man an den vielen schönen Rast- und Aussichtsplätzen verweilt, die auf dem letzten Streckenabschnitt zum Schauen und Staunen einladen.

 

 

Galerie

Bildnachweis Header: Martin Bolle