Gemeinsam mit voller Energie auf dem Feld
Spannung liegt in der Luft. „Am Spieltag ist das Gefühl immer noch mal ein ganz anderes“, sagt Paula Hötschl. „Es ist, als würde ein Schalter umgelegt werden und das ist auch nochmal eine ganz andere Energie.“ Die 25-Jährige ist Außenangreiferin und Kapitänin der Volleyball-Damenmannschaft des TV Dingolfing, in der Heimat bekannt als die TV Dingos. Das Team spielt in der zweiten Bundesliga Pro und überzeugt nicht nur durch Leistung, sondern vor allem durch den engen Zusammenhalt.
Aufgewachsen in Niederviehbach, war Volleyball für Hötschl fast vorprogrammiert. „In meinem Dorf hat Volleyball einen recht hohen Stellenwert. Wenn man zu alt fürs Kinderturnen war, hat man beim Volleyball vorbeigeschaut“, erinnert sie sich. Mit dem Ball konnte sie schon immer gut umgehen. Im Alter von elf Jahren begann sie dann, ernsthaft zu spielen.
Über Jugend- und Auswahlteams führte ihr Weg nach Dingolfing. Der Verein ist bekannt dafür, den sportlichen Nachwuchs zu fördern. Dort hat sie mit 15 erstmals zweite Bundesliga gespielt – eine Herausforderung neben der Schule. Später wechselte sie zu den Roten Raben Vilsbiburg und sogar nach Wiesbaden, wo sie Erfahrungen in der ersten Bundesliga sammeln konnte. 2024 ist sie dann zu den TV Dingos zurückgekehrt.
Fragt man Hötschl danach, was ihren Club von anderen unterscheidet, nennt sie an erster Stelle das Miteinander: „Wir kennen uns alle sehr lange. Man kennt den Verein, man kennt die Leute drumherum. Wir fühlen uns hier alle mit dem Verein verbunden. Und das macht es sehr besonders.“ Das spürt man auch im Spiel: Das gemeinsame Ziel, schneller zu werden und Taktiken noch besser umzusetzen.
Am Volleyball begeistert Hötschl, dass es ein Mannschaftssport ist. Fairness ist dabei zentral: „Volleyball ist ein sehr fairer Sport mit offener und ehrlicher Kommunikation.“ Da passt der Bundesliga-Slogan Home of Respect perfekt. Auch Verlässlichkeit spielt eine große Rolle. Es ist notwendig, dass jede Person weiß, was ihre Aufgabe ist, wofür sie verantwortlich ist. Sonst funktioniert ein Team einfach nicht.“